Der unsichtbare Stress der Hitze
Wie hohe Temperaturen Körper und Psyche beeinflussen
Wenn der Körper nicht abschalten kann
Erholsamer Schlaf ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für körperliche und psychische Gesundheit. Während der Nacht sinkt unsere Körperkerntemperatur normalerweise leicht ab, ein entscheidender biologischer Prozess, der das Einschlafen erleichtert und die Tiefschlafphasen unterstützt.
An heißen Nächten fällt diese natürliche Abkühlung deutlich schwerer. Der Körper arbeitet auch im Schlaf weiter daran, Wärme abzugeben. Die Folgen sind häufiges Aufwachen, oberflächlicher Schlaf und das Gefühl, am nächsten Morgen nicht wirklich erholt zu sein. Diese Erfahrung teilen viele Menschen. In einer österreichweiten Befragung gaben 60 % der Bevölkerung an, im Hitzesommer 2024 schlechter geschlafen zu haben, unabhängig vom Alter. Damit war Schlaf die am häufigsten genannte hitzebedingte Belastung.
Die fehlende Erholung bleibt dabei selten auf die Nacht beschränkt. Schlafmangel beeinflusst zahlreiche Regulationsprozesse im Körper. Das autonome Nervensystem verbleibt häufig in einem aktivierten Zustand, während regenerative Prozesse eingeschränkt werden. Der Organismus startet somit bereits belastet in den nächsten Tag und reagiert empfindlicher auf weitere Stressoren.
An heißen Nächten fällt diese natürliche Abkühlung deutlich schwerer. Der Körper arbeitet auch im Schlaf weiter daran, Wärme abzugeben. Die Folgen sind häufiges Aufwachen, oberflächlicher Schlaf und das Gefühl, am nächsten Morgen nicht wirklich erholt zu sein. Diese Erfahrung teilen viele Menschen. In einer österreichweiten Befragung gaben 60 % der Bevölkerung an, im Hitzesommer 2024 schlechter geschlafen zu haben, unabhängig vom Alter. Damit war Schlaf die am häufigsten genannte hitzebedingte Belastung.
Die fehlende Erholung bleibt dabei selten auf die Nacht beschränkt. Schlafmangel beeinflusst zahlreiche Regulationsprozesse im Körper. Das autonome Nervensystem verbleibt häufig in einem aktivierten Zustand, während regenerative Prozesse eingeschränkt werden. Der Organismus startet somit bereits belastet in den nächsten Tag und reagiert empfindlicher auf weitere Stressoren.
Wenn Hitze geistige Energie kostet
Unser Gehirn arbeitet unter optimalen Temperaturbedingungen besonders effizient. Muss der Körper jedoch einen erheblichen Teil seiner Energie für die Thermoregulation aufwenden, stehen weniger Ressourcen für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und komplexes Denken zur Verfügung.
Viele Menschen kennen dieses Phänomen: Aufgaben dauern länger, Fehler häufen sich und selbst einfache Entscheidungen fallen schwerer.
Auch die Daten bestätigen diesen Zusammenhang. Über die Hälfte der österreichischen Bevölkerung (51 %) berichtete von einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit, während rund ein Drittel (35 %) angab, sich bei Hitze schlechter konzentrieren zu können. Besonders ältere Menschen beschrieben deutliche Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit.
Diese Auswirkungen zeigen sich nicht nur im Alltag, sondern auch im Berufsleben. Die Arbeitsmedizin betrachtet saisonale Hitze inzwischen als relevantes Gesundheitsrisiko. Insbesondere körperlich arbeitende Personen oder Beschäftigte, die Schutzkleidung tragen müssen, sind erhöhten Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig wird Hitze in Gefährdungsbeurteilungen vieler Betriebe bislang noch zu selten systematisch berücksichtigt. Experimentelle Untersuchungen mit Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigen, dass bereits moderate Temperaturerhöhungen die körperliche und psychische Belastung deutlich steigern. Besonders ungünstig wirkt die Kombination aus Hitze und persönlicher Schutzausrüstung. Die Teilnehmenden berichteten über stärkere thermische Belastung, mehr körperliche Anstrengung und eine höhere psychische Beanspruchung. Gleichzeitig stiegen Körpertemperatur, Hauttemperatur und Herzfrequenz messbar an.
Viele Menschen kennen dieses Phänomen: Aufgaben dauern länger, Fehler häufen sich und selbst einfache Entscheidungen fallen schwerer.
Auch die Daten bestätigen diesen Zusammenhang. Über die Hälfte der österreichischen Bevölkerung (51 %) berichtete von einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit, während rund ein Drittel (35 %) angab, sich bei Hitze schlechter konzentrieren zu können. Besonders ältere Menschen beschrieben deutliche Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit.
Diese Auswirkungen zeigen sich nicht nur im Alltag, sondern auch im Berufsleben. Die Arbeitsmedizin betrachtet saisonale Hitze inzwischen als relevantes Gesundheitsrisiko. Insbesondere körperlich arbeitende Personen oder Beschäftigte, die Schutzkleidung tragen müssen, sind erhöhten Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig wird Hitze in Gefährdungsbeurteilungen vieler Betriebe bislang noch zu selten systematisch berücksichtigt. Experimentelle Untersuchungen mit Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigen, dass bereits moderate Temperaturerhöhungen die körperliche und psychische Belastung deutlich steigern. Besonders ungünstig wirkt die Kombination aus Hitze und persönlicher Schutzausrüstung. Die Teilnehmenden berichteten über stärkere thermische Belastung, mehr körperliche Anstrengung und eine höhere psychische Beanspruchung. Gleichzeitig stiegen Körpertemperatur, Hauttemperatur und Herzfrequenz messbar an.
Hitze bedeutet Stress
Hitze wirkt häufig schleichend. Sie beeinflusst Schlaf, Konzentration und Emotionen oft gleichzeitig, sodass viele Menschen die Ursache ihrer Erschöpfung gar nicht unmittelbar erkennen. Aus Sicht der Psychophysiologie handelt es sich um eine Form von Stress: Der Organismus investiert kontinuierlich Energie, um seine Körpertemperatur konstant zu halten. Je länger dieser Zustand anhält, desto stärker werden auch Regeneration, Leistungsfähigkeit und emotionales Wohlbefinden beeinträchtigt.
Neben klassischen Hitzeschutzmaßnahmen wie ausreichendem Trinken, dem Aufenthalt in kühlen Räumen und körperlicher Schonung gewinnen Strategien zur Förderung der psychophysiologischen Erholung deshalb an Bedeutung. Bewusste Atemtechniken, regelmäßige Erholungspausen oder HRV-Biofeedback können dazu beitragen, das autonome Nervensystem zu regulieren und die Erholung auch während längerer Hitzeperioden zu unterstützen. Zwar ersetzen sie keinen Hitzeschutz, können den Organismus jedoch dabei unterstützen, die zusätzliche Belastung besser zu bewältigen.
Literatur:
Brugger, K., Kölldorfer, B., Lampl, C., Griebler, R., Schmidt, A. E., Schütze, D., & Vana, I. (2025). Hitzebelastung und Alltagsstrategien der Bevölkerung im Sommer 2024: Ergebnisse des Panels Gesundheitsförderung (Factsheet). Gesundheit Österreich GmbH.
Büttner-Teleagă, A., & Kim, Y.-T. (2025). Einfluss des Klimawandels auf den Schlaf: Ein systematisches Review. Somnologie, 29, 156–167. https://doi.org/10.1007/s11818-025-00518-2
Quartucci, C. (2025). Einfluss von Umgebungseinflüssen am Arbeitsplatz auf Beschäftigte und Bystander (Habilitationsschrift). Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Neben klassischen Hitzeschutzmaßnahmen wie ausreichendem Trinken, dem Aufenthalt in kühlen Räumen und körperlicher Schonung gewinnen Strategien zur Förderung der psychophysiologischen Erholung deshalb an Bedeutung. Bewusste Atemtechniken, regelmäßige Erholungspausen oder HRV-Biofeedback können dazu beitragen, das autonome Nervensystem zu regulieren und die Erholung auch während längerer Hitzeperioden zu unterstützen. Zwar ersetzen sie keinen Hitzeschutz, können den Organismus jedoch dabei unterstützen, die zusätzliche Belastung besser zu bewältigen.
Literatur:
Brugger, K., Kölldorfer, B., Lampl, C., Griebler, R., Schmidt, A. E., Schütze, D., & Vana, I. (2025). Hitzebelastung und Alltagsstrategien der Bevölkerung im Sommer 2024: Ergebnisse des Panels Gesundheitsförderung (Factsheet). Gesundheit Österreich GmbH.
Büttner-Teleagă, A., & Kim, Y.-T. (2025). Einfluss des Klimawandels auf den Schlaf: Ein systematisches Review. Somnologie, 29, 156–167. https://doi.org/10.1007/s11818-025-00518-2
Quartucci, C. (2025). Einfluss von Umgebungseinflüssen am Arbeitsplatz auf Beschäftigte und Bystander (Habilitationsschrift). Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.