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Busfahren neu entdecken

Probieren Sie einmal den Bus statt dem Auto aus!

Aufwand: gering
Impact Natur: gering
Impact eigene Person: mittel bis groß
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Bus statt Auto?

Wann sind Sie zuletzt mit einem Autobus gefahren? In Großstädten ist dies für viele durchaus üblich, in kleineren Städten oder am Land ist Busfahren bei Erwachsenenen jedoch meist die Ausnahme.
Die meisten Menschen kennen Busfahren noch vom Schulweg, weniger aus Überzeugung, denn als Notwendigkeit. Auch heute hat das Busfahren bei vielen Menschen ein schlechtes Image. Busfahren sei nur etwas für diejenigen, die keinen Führerschein haben (z.B. Schüler) oder die sich kein Auto leisten können.
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Verhaltensexperiment Bus

Ich (Norman Schmid) habe vor kurzem als Verhaltensexperiment eine Busfahrt ausprobiert, von unserem Praxis- und Bürogebäude in St. Pölten – Stattersdorf zum Zentrum von St. Pölten (5km entfernt). Ich wurde dazu animiert, da wir beschlossen haben, in der Familie nur mehr einen PKW zu verwenden und den zweiten PKW zu verkaufen, der auch mit 11 Jahren und 230.000 km zunehmend reparaturanfällig wurde. Es muss dabei erwähnt werden, dass wir 10km außerhalb von St. Pölten in einem kleinen Dorf wohnen, das eine idyllische Lage hat, jedoch den Nachteil, dass keine Buslinie vorhanden ist. Wir haben aber in den vergangenen 6 Monaten festgestellt, dass wir mit etwas Planung und Umweltbewußtsein eigentlich nur einen PKW benötigen.

Aber zurück zum Verhaltensexperiment Busfahren. Ich hatte ein Seminar im Hippolythaus in St. Pölten (Zentrum) und nachdem es geregnet hat und das Radfahren zu unbequem gewesen wäre, habe ich das erste Mal seit ca. 30 Jahren den Bus zur Fahrt in die Innenstadt genommen. In 10min war ich von Stattersdorf am Neugebäudeplatz, musste keinen Parkplatz suchen und bezahlen und war somit genauso schnell, wie mit dem Auto. Die Kosten von EUR 1,80 sind im Vergleich zu den realen PKW-Kosten mit EUR 1,84 gleich hoch (4km mal EUR 0,46), als Ersparnis entfällt die Parkgebühr von ca. EUR 9,00 pro Tag. Außerdem war es durchaus entspannend, im Bus zu sitzen und der Landschaft beim Vorüberziehen zuzusehen.

Für den Rückweg habe ich – es hat mittlerweile zu regnen aufgehört – einen Fußmarsch neben der Traisen gewählt (3,2 km), der nach einem Tag Sitzen im Seminarraum ein guter Ausgleich war. Dafür benötigte ich 30 Minuten, auch nicht viele länger, als mit dem Bus (wenn man das Warten und die kurzen Fußwege mitrechnet).

Insgesamt fühlte ich mich dadurch am Ende des Tage deutlich entspannter, als wäre ich mit dem Auto gefahren. Die längere Zeit war kein Verlust, sondern ein Gewinn an Wohlbefinden!

ÖKO Tipp

Probieren Sie aus, welche Wege Sie statt mit dem Auto mit dem Bus oder anderen Öffis zurücklegen können. Es kostet vielleicht etwas Überwindung, aus den gewohnten Routinen auszusteigen, aber es lohnt sich!