Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen beginnt nicht erst in der Krise
Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen zählen zu den kritischsten Infrastrukturen einer Gesellschaft. Ohne eine stabile Energieversorgung geraten nicht nur alltägliche Abläufe ins Stocken, sondern im Ernstfall auch die medizinische Versorgung selbst. Operationssäle, Intensivstationen, IT-Systeme, Medizintechnik, Sicherheitsanlagen oder Kommunikationssysteme sind unmittelbar auf eine funktionierende Energieversorgung angewiesen. Gleichzeitig ist Energie für nahezu alle Bereiche des Betriebs unverzichtbar: Von Heizung und Warmwasser bis hin zu Lüftung, Kühlung, Laboren und anderen Geräten.
Dabei zeigt sich ein zentraler Zusammenhang: Je geringer der Energiebedarf im Normalbetrieb ist, desto widerstandsfähiger wird eine Einrichtung im Krisenfall. Ein niedriger Grundverbrauch erleichtert den Notbetrieb, reduziert die Verwundbarkeit bei Energieengpässen und macht Eigenversorgung sowie erneuerbare Energielösungen deutlich praktikabler.
Dabei zeigt sich ein zentraler Zusammenhang: Je geringer der Energiebedarf im Normalbetrieb ist, desto widerstandsfähiger wird eine Einrichtung im Krisenfall. Ein niedriger Grundverbrauch erleichtert den Notbetrieb, reduziert die Verwundbarkeit bei Energieengpässen und macht Eigenversorgung sowie erneuerbare Energielösungen deutlich praktikabler.
Energieeffizienz als Teil der Versorgungssicherheit
Die Europäische Union verfolgt dieses Ziel auch auf politischer Ebene. Die Energieeffizienzrichtlinie (EED) sieht vor, den Endenergieverbrauch bis 2030 um mindestens 11,7 % gegenüber den 2020-Prognosen zu senken. Gerade der öffentliche Sektor soll hierbei eine Vorbildfunktion übernehmen, unter anderem durch Gebäudesanierungen, effizientere Energiesysteme und einen bewussteren Umgang mit Ressourcen.
Besonders relevant ist dies im Gesundheitsbereich: Laut der OECD verursachen Krankenhäuser im OECD-Durchschnitt rund 30 % der gesundheitsbezogenen Emissionen. Gleichzeitig bieten sie enormes Potenzial für Einsparungen und eine resiliente Infrastruktur.
Besonders relevant ist dies im Gesundheitsbereich: Laut der OECD verursachen Krankenhäuser im OECD-Durchschnitt rund 30 % der gesundheitsbezogenen Emissionen. Gleichzeitig bieten sie enormes Potenzial für Einsparungen und eine resiliente Infrastruktur.
Gebäudesanierung als wirksamer Hebel
In sanierten Gebäuden sind Heizenergieeinsparungen von bis zu 76 % möglich. Das Krankenhaus Schwaz in Tirol ist ein praktisches Beispiel: Durch eine umfassende Gebäudesanierung wurde der Heizenergiebedarf deutlich gesenkt. Besonders wirksam sind dabei Maßnahmen am Dach und an der Decke, an den Außenwänden, an den Fenstern und an den Heizsystemen. Ergänzt werden solche Sanierungen zunehmend durch Photovoltaik, modernes Energiemanagement sowie den Austausch veralteter Heizsysteme, wie auch im Krankenhaus Schwaz.
Doch auch ohne große Sanierungsprojekte lassen sich bereits erste Schritte setzen. Dazu gehören etwa die Analyse der Betriebszeiten von Lüftung und Wärmeversorgung, die Reduktion unnötiger Standby-Verbräuche sowie die laufende Überprüfung des Energieverbrauchs.
Doch auch ohne große Sanierungsprojekte lassen sich bereits erste Schritte setzen. Dazu gehören etwa die Analyse der Betriebszeiten von Lüftung und Wärmeversorgung, die Reduktion unnötiger Standby-Verbräuche sowie die laufende Überprüfung des Energieverbrauchs.
Climate4Health: Versorgungssicherheit systematisch denken
Initiativen wie Climate4Health versuchen genau an dieser Schnittstelle anzusetzen. Der Fokus liegt dabei auf Energie und Gebäuden, Transport und Mobilität sowie Arzneimitteln und Medizinprodukten. Ziel ist es, praxisnahe Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die Versorgungssicherheit, Resilienz und Ressourceneffizienz zugleich berücksichtigen.
Literatur
Gesundheit Österreich GmbH (2026): Webinar „Versorgung sichern trotz Energie- und Kostenkrise: Ihr Weg zu mehr Unabhängigkeit durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien“, Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe zu Klimaschutz und Gesundheitswesen.